Anlaufstelle in der Not: die kirchliche Passantenhilfe Bern
Shownotes
Not und Armut nehmen zu – auch in der Schweiz. Für Menschen in schwierigen Lebenslagen da zu sein, unkompliziert, vernetzt und wertschätzend: Das hat sich die kirchliche Passantenhilfe Bern auf die Fahne geschrieben. Evelyne Gutknecht möchte sich selbst ein Bild davon machen. Sie besucht die Passantenhilfe und erhält einen unmittelbaren Einblick in deren Alltag. Sie ist dabei, als eine türkische Mutter mit ihrem Sohn um etwas zu essen bittet oder als ein Mann aus Ungarn Unterstützung bei seinen Dokumenten benötigt. Und sie erfährt, was die Mitarbeitenden für diese Arbeit antreibt.
Kontakt: Wie hat dir die Reportage von der kirchlichen Passantenhilfe Bern gefallen? Teile es uns mit: WhatsApp: 078 410 19 45 Instagram: https://www.instagram.com/erfmedienschweiz Webformular: erf-medien.ch/podcast Wir freuen uns sehr über Feedback, Fragen oder Themenwünsche über diese Kanäle!
Zu hören in dieser Folge:
Christoph Joller: seit vier Jahren Sozialberater bei der kirchlichen Passantenhilfe Bern
René Schaufelberger: pensionierter Pfarrer und freiwilliger Mitarbeiter bei der kirchlichen Passantenhilfe
Verschiedene Passanten, die das Angebot an diesem Nachmittag nutzen
Autorin und Host: Evelyne Gutknecht
Links:
- Mehr Infos zur kirchlichen Passantenhilfe Bern: https://passantenhilfe-bern.heilsarmee.ch/
- Dieser Podcast ist in Zusammenarbeit mit der HF TDS Aarau entstanden, der Höheren Fachschule für Theologie, Diakonie, Soziales: https://tdsaarau.ch/
- Dieser Podcast wird von ERF Medien produziert – einem spendenfinanzierten Medienhaus. Mit deiner Spende hilfst du, dass wir weiterhin solche und andere Podcasts produzieren können. Spenden geht ganz einfach über diesen Link. Danke von Herzen: https://erf-medien.ch/sinnvoll-spenden/spendeninfos/jetzt-spenden-podcast/
Transkript anzeigen
00:00:03: Blaubürdig.
00:00:04: Kirchlich engagiert,
00:00:06: gesellschaftlich, relevant.
00:00:08: Podcast
00:00:09: von RF-Media Schweiz in Zusammenarbeit mit der HFTDS ARAU.
00:00:14: Der Höchere Fachschule für Theologie,
00:00:15: Diakonie und Soziales.
00:00:19: Es gibt Menschen hier in der Schweiz, die
00:00:21: echt in Not
00:00:22: sind, die nicht wissen, was sie morgen essen sollen oder wie sie die nächste Miete zahlen sollen.
00:00:28: Menschen, die durch alle Netze durchkehren.
00:00:31: Und für genau so Leute ist die Kirchlich-Passanten-Hilfe Bern da, sagt Christoph Joller, Sozialberater bei der Passanten-Hilfe.
00:00:40: Und das sind ganz verschiedene Notlagen, materielle Notlagen, also finanzielle auch.
00:00:46: Oder Leute, die kein Essen haben und kein Geld mehr.
00:00:51: Und die Einfallrente oder irgendwie die AHV oder so kommt erst rein.
00:00:56: Sechs, sieben Tage und jetzt haben sie nichts mehr.
00:00:58: und so Leute landen, dann unter Umständen bei uns im Büro.
00:01:02: Unbürokratisch, vernetzt und wertschätzend.
00:01:05: So beschreit sich die Kirchlich-Passanten-Hilfe auf ihrer Webseite.
00:01:10: Ich möchte mich selbst davon überzeugen und fahre darum auf Bären für den Besuch bei der Passanten-Hilfe.
00:01:15: Ich bin Devlin Gwecknacht.
00:01:16: Kommst du mit?
00:01:22: Am Unstignamentagende Oktober mache ich mich also auf den Weg nach Bern.
00:01:26: Die Kirchlich Passantenhilfe ist nur ein paar Minuten vom Bahnhof Bern erweckt im Gebäude der Heilsarmee.
00:01:33: Sie gehört aber nicht zu der Heilsarmee, sondern ist einfach dort eingemietet.
00:01:38: Ich habe auf die Halbe II mit Christoph Joller einem der Sozialberater der Passantenhilfe abgemacht.
00:01:44: So haben wir noch ein bisschen Zeit, bevor die Türen dann am Zweifel der Passanten aufgehen.
00:01:48: Hallo, Christoph.
00:01:54: Ich habe mich eingelassen.
00:01:55: Christoph führt mich als Erzgerat durch die Räume.
00:01:58: Komm, Christoph, sag doch schnell, wo stimmst du gerade hier?
00:02:01: Was haben wir hier für den Bereich?
00:02:03: Wir stehen gerade im Eingangsbereich.
00:02:06: Das ist hier, wo die Leute reinkommen.
00:02:08: Sie können ein Kaffee rauslassen oder einen Tee nehmen.
00:02:11: Dann können sie anhocken und warten, bis jemand von uns Zeit hat und sie nachher innen
00:02:18: nimmt.
00:02:18: Also, in euch sind sie fast so kämmerlich.
00:02:23: In unseren Beratungsräumen, genau, wir sind immer zu zweit am Beraten.
00:02:27: Weil es kommen dann mal recht viele Leute.
00:02:30: Und danach nehmen wir diese in unsere Beratungsräume rein, schauen, was ihr Anliegen ist, was der Name ist.
00:02:38: Und dann schauen wir im Computer nach, wie wir es in den letzten Mal geholfen haben, wenn es schon mal da war.
00:02:43: Oder wie sieht die Situation allgemein aus?
00:02:46: Gehen wir weiter schauen, was wir da noch haben.
00:02:47: Jetzt
00:02:52: kommen wir in die Küche rein.
00:02:54: In der Küche hat es Essen, die die passante Hilfamig von der Schweizer Tafel gespendet bekommt.
00:02:59: Eine Organisation, die sich gegen Food Waste einsetzt.
00:03:03: Heute hat es Früchte, Brot, aber auch noch ein paar Sandwiches.
00:03:06: Neben den frischen Sachen hat es auch haltbare Lebensmittel, die die passante Hilf einkauft oder gespendet bekommt.
00:03:13: Mehl, Suppen zum Anrühren, Reis, Teigware, Zucker.
00:03:19: Die Passanten, die kommen, dürfen sich die Sachen, die sie brauchen, selber aussuchen, sagt man den Christoph.
00:03:24: Wir dürfen nicht Testschen, Fühlen, Vorfühlen und hineingehen, sondern sie sollen selber sagen, ob es etwas will oder nicht.
00:03:31: Dass sie nicht auch Sachen mitnehmen, die es gar nicht bei den Orten haben.
00:03:34: Und
00:03:34: dann in Kübel landen.
00:03:36: Weiterhin in diesem Raum hat es auch noch ein Gestell mit Hygieneartikel.
00:03:39: Und es hat auch noch einen kleinen Raum mit Kleider.
00:03:42: Auch die kommen von Spenden.
00:03:45: Wenn jemand kommt, der ein verrissendes T-Shirt hat oder löchige Hose oder kaputte Schuhe, dann können wir schauen, ob wir etwas haben, das passt.
00:03:56: Manchmal haben wir etwas und dann können wir es geben.
00:03:59: Manchmal haben wir aber auch nichts oder das passt nichts.
00:04:01: Nach dieser kurzen Raumtour höckel ich mit Christoph ins Beratungszimmer.
00:04:06: Es ist noch nicht zweit, das heisst, wir haben noch etwas Zeit.
00:04:09: Seit vier Jahren arbeitet Christoph Joller jetzt als Sozialberater hier.
00:04:13: Ich möchte von mir über die kirchlich-pasante Hilfe wissen.
00:04:16: Was ist genau Ihre Aufgabe?
00:04:18: Wir sind der Anlauf- und Triage-Stell in der Stadt Bern.
00:04:22: Wir sind für Menschen in Notlagen hier.
00:04:25: Das sind ganz verschiedene Notlagen, materielle Notlagen.
00:04:29: Also finanzielle auch.
00:04:32: Oder Leute, die kein Essen haben und kein Geld mehr.
00:04:38: Was ist heute die drissigste Oktober?
00:04:40: Die Einfallrente oder die AHV?
00:04:43: Oder so kommt erst in sechs, sieben Tage.
00:04:45: Und jetzt haben sie nichts mehr.
00:04:46: Und so landen die Leute.
00:04:48: Dann unter Umständen bei uns im Büro.
00:04:50: Das heisst, es sind passante Leute, die vorbeilaufen.
00:04:56: Es sind auch Leute, die kein Zuhause haben, die auf der Strasse leben.
00:05:01: Unter Umständen, ja.
00:05:03: Wir haben den Auftrag für die Obdachlosen.
00:05:05: Die Leute dort sind.
00:05:08: Kommen können alle, das kommt nicht so vor.
00:05:10: Und dann schauen wir, wie es die Situation gibt.
00:05:12: Es gibt zuständige Stellen.
00:05:15: Und dann müssen wir sie dort heren, triagieren.
00:05:18: Oder wir schauen, wie wir einen Notlag überbrücken
00:05:23: können.
00:05:23: Vielleicht auch noch wichtiger zu wissen, ist, dass ihr die Triage schon macht.
00:05:27: Also ihr und weiter verweisen.
00:05:29: Wenn jetzt jemand kommt und sagt, ich weiss nicht, wo schlafen.
00:05:32: Heute Nacht ist es nicht so, dass ihr hier gerade in der passanten Hilfe ein paar Betten hättet, oder?
00:05:37: Nein, wir haben kein Wetter hier, aber wir arbeiten mit den Nutzschlafstellen zusammen.
00:05:42: Es gibt das Passantenheim, es gibt sonst noch zwei, drei Orte.
00:05:47: Und dann schauen wir, ob es dort einen Platz hat und versuchen, dort zu verweisen.
00:05:53: Je nachdem haben wir die Möglichkeit, eine Nacht, zwei, drei zu zahlen, die Kosten zu übernehmen.
00:06:00: Und sonst müssen wir dort einfach verweisen.
00:06:03: Jetzt geht ein Passante hier gerade auf in ein paar Minuten und nachher läuft es ab.
00:06:08: Also ihr schliesset den Türen auf und dann?
00:06:11: Die Türen gehen automatisch auf und dann kommen die Leute rein.
00:06:15: Die Strömenden rein, nehmen zum Teil ein Kaffee, hocken ab und warten, bis sie rein rufen.
00:06:22: Und nachher lassen, sind du einfach mal zu?
00:06:25: Ja, genau, ich frage mich, wie sie heiss.
00:06:26: Sie stellen mich vor.
00:06:28: und dann auch eine Frage, wie die Situation ist und was ihren Wunsch ist, wieso sie heute hier sind, wie das wir helfen können.
00:06:35: Oder wie das ihren Wunsch ist, dass wir helfen können.
00:06:38: Denn manchmal gehen die Wunsch und die Realität ein wenig auseinander.
00:06:41: Und dann müssen wir schauen, wo man sich finden kann, dass man eben die Not hat, so zu lindern, wie wir es können.
00:06:49: Und dass die Wünsche der Leute, die in die passante Hilfe kommen, nicht immer viel zu werden können, dass er später, an diesem Nachmittag, gerade noch hautnähe.
00:06:57: Zuerst lerne ich aber noch den Rene Schufelberger kennen.
00:07:00: Er ist pensionierter Pfarrer und arbeitet ehrenamtlich hier in den kirchlichen Passantenhilfen.
00:07:05: Hallo Rene.
00:07:08: Jetzt ist gerade noch nicht gross etwas los.
00:07:10: Ich betage quasi die Einzige.
00:07:12: Es ist noch
00:07:13: ganz voll und die Leute kommen mit ganz verschiedenen Anliegen und müssen es halt warten.
00:07:18: Ich muss schauen, wer was muss haben.
00:07:22: Das ist der Wartebereich, wo die Leute mal reinkommen, anheklen und warten, bis jemand Zeit hat.
00:07:28: Genau, da müssen sie warten dürfen und können das Kaffee trinken oder manchmal auch etwas kleines essen.
00:07:36: Du bist jetzt eben einer dieser Mitarbeiter, dieser ehrenamtlichen Mitarbeiter, der sich Zeit nimmt für die Leute, die kommen, seit etwa einem Jahr.
00:07:44: Machst du das ehrenamtlich hier?
00:07:47: Warum?
00:07:47: Was sind so deine Beweggründe?
00:07:50: Ja, nach der Pensionierung habe ich mir überlegt, ich will etwas machen, das ich gerne mache und das ich sinnvoll finde und etwas, das notwendig ist.
00:07:58: Aber ich muss ja kein Geld mehr verdienen, weil ich pensioniert bin.
00:08:02: Und ich habe das etwas gekannt, dass ich auch gewusst, dass es diese Werke gibt und habe dann einfach mal gefragt, ob sie jemanden brauchen.
00:08:09: Die Leute haben gesagt, sie wollen das hier mal versuchen.
00:08:16: Ich habe das gemacht und jetzt bin ich da.
00:08:20: Wenn ich richtig informiert bin, ist das nicht etwas, was dir im Sinn der Leute fremd ist.
00:08:26: Du warst die Pfarrer, gell?
00:08:27: Ja,
00:08:28: ja.
00:08:29: Kennst du das, Leute zuzulassen, selbst Sorgen auch?
00:08:33: Ist das etwas Ähnliches, was du da machst?
00:08:36: Kannst du das mit deinem Pfarrberuf
00:08:39: vergleichen?
00:08:40: Ein Stück weit schon.
00:08:41: Ja, ja.
00:08:42: Das ist es auf jeden Fall.
00:08:43: Und das ist etwas, was wir leid und ohne Sinn finden.
00:08:48: Und was sicher speziell ist, dass das Vergleich mit dem Beruf früher, dass da natürlich konzentriert Menschen sind, die wirklich in schwierigen, sehr schwierigen Lebenssituationen sind.
00:09:01: Jetzt, du hast vorhin gesagt, du willst etwas machen, was sinnvoll ist.
00:09:04: Was findest du dann sinnvoll an dieser Arbeit?
00:09:09: Zinnhaftigkeit?
00:09:12: Ja, schon.
00:09:12: Ein bisschen für Menschen, die es nicht einfach haben.
00:09:19: Existenzielle Probleme haben oft auch viele andere Sorgen, die es sehr schwierig haben.
00:09:28: Jetzt ist Passantenhilfe im Auftrag der Kille.
00:09:31: Die Passantenhilfe hat quasi beauftragt.
00:09:35: Was findest du, merkt man hier, ob jetzt du als Mitarbeiter oder auch wenn man hier als Klientin, Klientkundestag hier in der Hinterstadt?
00:09:46: Das ist eine gute Frage.
00:09:49: Also, ich bin ganz sicher, ich kann es nicht sagen, aber ich weiss z.B.
00:09:54: von Klienten, die z.B.
00:09:59: auch in Sozial-Dienst brauchen.
00:10:01: Ich habe das wahnsinnig geschätzt, dass man hier ein bisschen weniger formell ist und mehr Zeit hat.
00:10:08: Das habe ich gefühlt, dass ich da weise von Leuten, die sehr gestrandet sind.
00:10:14: Ist es offen, also der einzige Ort, wo sie einfach mit ihrem total nicht mehr zu gehen kam, vom praktischen Leben, dass sie das beim Wohnen oder mit dem Geld oder mit den Behörden.
00:10:28: Wissen Sie, hier hilft man aber dann auch noch?
00:10:30: Oder hier lasst man auch noch zu?
00:10:32: Da gibt es irgendeine Lösung, auch wenn alles andere nicht möglich ist.
00:10:36: Das merken wir schon, ja.
00:10:38: Ich lade Rene wieder.
00:10:39: Passantenhilfe geht jetzt dann gerade auf.
00:10:42: Dann braucht es ihn hier, um die Leute in Empfang zu nehmen.
00:10:44: Dafür gehe ich nochmals zum Christoph Joller in den Beratungsraum.
00:10:48: Die Frage, ob man eigentlich merkt, dass die Kille hinter der Passantenhilfe steckt, möchte ich auch ihm stellen.
00:10:55: Also wenn man reinkommt, merkt man es.
00:10:57: nicht ausser, dass wir bei den Heilsameen eingemietet sind.
00:11:01: Aber wir sind von den Akreben.
00:11:04: Man sieht, dass das Heilsameegebäude ist.
00:11:07: Von diesem her kann man sich ein wenig erahnen, dass hier die Kille im Hintergrund ist.
00:11:12: Aber man merkt es eigentlich nicht.
00:11:14: Wir haben nicht irgendwie Anforderungen oder die Leute müssen nicht irgendwo in einer Kille mitgelegt sein oder irgendwie geläubig oder so, sondern das sind wirklich alle.
00:11:24: Willkommen, die hierher kommen.
00:11:27: Gewisse Fragen, dann ist hier ein wenig dahinter.
00:11:33: Dann kommt man ein wenig ins Gespräch und dann zeigen wir das, wer das unseren Auftrag gegeben ist oder in welchem Namen wir hier sind.
00:11:40: Aber oft ist das gar nicht das Thema.
00:11:42: Noch einen kurzen Einschub.
00:11:44: Christoph hat die Akkib erwähnt.
00:11:47: Das steht für Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchenregion Bern.
00:11:51: Es ist ein Verein für die Zusammenarbeit der reformierten Killegemeinden und katholischen Pfarreien der Stadt und der Aglomeration Bern.
00:11:59: Auch die Heilsarmee und andere christliche Gemeinschaften sind dabei.
00:12:04: Zurück zu der Frage, welche Rolle die Kille oder der Glaube in dieser Arbeit spielt.
00:12:09: Und jetzt so für dich oder für alle, die hier arbeiten, weisst du das Gefühl, die Werte der Kille, der Christen, die Werte der Nächstenliebe und all das drückt das etwas durch bei eurer Arbeit.
00:12:20: Oder ist das auch ein Antrieb?
00:12:22: von euch oder spezifisch von dir?
00:12:24: Absolut, das merken wir schon.
00:12:25: Wie wir die Personen begegnen, grundsätzlich glauben wir den Leuten, was sie sagen.
00:12:38: Klar fragt man manchmal ein wenig nach, wie ist die Situation?
00:12:42: Kann da wirklich sein oder wie ist es?
00:12:44: Und wenn man nicht ehrlich ist, merken wir dann schon mit der Zeit.
00:12:50: Aber grundsätzlich glauben wir den Leuten, was sie sagen.
00:12:54: Und da ist, glaube ich, schon so ein bisschen das Vertrauen.
00:12:59: Es kommt, glaube ich, schon ein bisschen aus dem Glauben raus.
00:13:02: Und dann möchte ich vom Christoph gerne wissen, warum braucht es die kirchlich passanten Hilfe überhaupt?
00:13:08: Ich glaube, es ist ein Grundauftrag der Kirche, für amutsbetroffene Leute dort zu sein.
00:13:15: So die Leute, die wie zwischen Stuhl und Bank runtergefallen sind, das soziale Netz, das in der Schweiz ist, ist gut.
00:13:22: Aber es hat gleich auch Löcher, die die Leute durchgefallen können.
00:13:28: Es ist gut, wenn es unerratlich noch Organisationen gibt oder Kirchenorganisationen, die diese Leute versuchen können, helfen, wieder auf die Beine zu kommen.
00:13:38: Und inzwischen ist es zweit.
00:13:40: Die passanten Hilfe hat ihre Türen aufgemacht.
00:13:43: Es ist aber noch ruhig.
00:13:44: Es hat noch niemand draussen gewartet.
00:13:49: Nach etwa eineinhalb Stunden hat Christoph aber durch seine erste Beratung an diesem Nachmittag einen Mann aus Ungarn sitzt bei ihm im Zimmer.
00:13:58: Er möchte gerne etwas ausdrücken von einem temporären Büro, irgendeiner Bestätigung, aber es klappt irgendwie nicht.
00:14:05: Der Mann kann sich nicht mit dem WLAN verbinden und darum, dass das PDF nicht im Christoph schickt, um zu ausdrücken.
00:14:11: Ich merke auch, die Sprachbarriere ist das Thema.
00:14:25: Bei dem Ausdruck kann Christoph dem Matz zwar nicht helfen, aber er hat auch
00:14:31: noch ein anderes Anliegen.
00:14:34: Ja, Essen können wir schaunen.
00:14:36: Ah, okay.
00:14:38: Klar oder nix?
00:14:38: Was brauchen
00:14:40: Sie?
00:14:41: Eine Jacke
00:14:43: für die
00:14:44: Hinterjacke.
00:14:47: Habt ihr keine Jacke?
00:14:49: Hosen?
00:14:49: Ja, okay.
00:14:51: Jetzt wird es kühler.
00:14:53: Ja, okay, wir schaunen hier.
00:14:55: Okay.
00:14:56: Gehen wir in die Küche?
00:15:02: Christoph geht mit der Mann in die Küche.
00:15:04: Dort kann er sich Essen aussuchen.
00:15:08: Er nimmt Brot, Sandwich, etwas Gemüse und Früchte mit.
00:15:11: Dann hat er auch noch einen Jacke und einen Hosen, der dem Mann passt.
00:15:15: Ja, darf sie noch etwas fahren?
00:15:16: Ja.
00:15:17: Sie haben jetzt eine Hose und eine Jacke bekommen.
00:15:20: Was bedeutet Ihnen das?
00:15:22: Jetzt komme ich mit Winter zu kalt.
00:15:27: Manchmal ist es breit auf der Strasse.
00:15:29: Das ist meine Person.
00:15:30: Das ist da ein bisschen mein Warm.
00:15:33: Das hilft Ihnen jetzt?
00:15:34: Ja, das ist ganz so viel Hilfe.
00:15:37: Es ist kein Geld ohne Geld.
00:15:39: Das Klamot ist gefunden und ich fahre Ihnen.
00:15:45: Sie
00:15:47: haben auch noch Essen bekommen?
00:15:49: Ja, das ist Essen, Vitamine.
00:15:53: Jetzt ist alles um den ganzen Tag losgefunden.
00:15:58: Es ist zu kalt, manchmal warb.
00:16:00: Es ist auch schön mit Wette.
00:16:03: Es ist unbedingt Essen und Vitamine.
00:16:06: Es ist zu viel Hilfe für uns.
00:16:08: Ich hätte gerne ein paar Worte mehr mit dem Mann geschwätzt, aber ich muss ehrlich sagen, ich habe ihn kaum verstanden.
00:16:14: Aber mich dunkle, er hat Freude, dass er nicht mit leeren Händen muss gehen.
00:16:24: Was für ein Gefühl gehst du jetzt aus dieser Beratung?
00:16:27: Das war sehr kolgerig für dich.
00:16:29: Ich finde es schade, dass Sie mir noch nicht geklappt hat.
00:16:33: Ich hoffe, dass er hier noch helfen kann.
00:16:35: Und dorthin ist es schön gefunden, dass er eine Hose gefunden hat.
00:16:39: Bully, kaputze Bully, die nicht passt.
00:16:42: Und etwas essen.
00:16:44: Das ist schön, wenn jemand mit Freude nach Hause rausgeht oder zufrieden ist oder dankbar ist.
00:16:49: Er
00:16:50: hat das Gefühl, er leichtert gewürgt.
00:16:54: Ja, und das hat er ja gesagt, dass wenn du den ganzen Tag unterwegs bist und nicht erfolgreich bist im Job zu suchen, ist es auch schön, wenn du an den Ort kommst und siehst und du wirst wertgeschätzt und du kommst etwas über.
00:17:08: Heute ist es ruhig bei den kirchlichen Passanten Hilfbären.
00:17:12: Christoph hat darum Zeit, mir noch ein paar Geschichten für die Zellen, die ihn berührt
00:17:15: haben.
00:17:16: Zum Beispiel heute Morgen war es gerade im Madag.
00:17:18: Er ist aus einem europäischen Land, er kam in die Schweiz und hat hier Arbeit gesucht.
00:17:26: Wir erleben sehr viel, dass die Leute hierher kommen und arbeiten, und dann klappen sie nicht in den Landen bei uns.
00:17:33: Jetzt ist er vor einem Monat gekommen.
00:17:38: Er sagte, er müsse auf Zürich aus einem Schliessfach die Arbeitskleider holen und den Arbeitsvertrag unterschreiben.
00:17:48: Dann gab er Geld, damit er mit dem Auto herfahren kann, das machen.
00:17:53: Denn es hat sehr plausibel geklappt.
00:17:56: Heute ist er noch mal gekommen.
00:17:57: Er hat die Fötterl zeigert, dass es klappt.
00:18:00: Er konnte das holen.
00:18:01: Er konnte noch ein paar Tage arbeiten.
00:18:07: Er ... der Lohn überkommt und dann wurde der Arbeitskleider von dem Lohn abzogen und dann ist nicht mehr so viel Lohn übriggeblieben.
00:18:16: Und jetzt aktuell wartet er aufs nächste Aufgebot.
00:18:19: Es scheint, dass er arbeiten kann, aber er wartet aufs Aufgebot.
00:18:24: Er kam heute Morgen aus Freude, um zu sagen, dass er klappt oder auch wieder etwas inholen kann.
00:18:31: Er hatte
00:18:32: schon Freude, dass es klapperte.
00:18:34: Und wenn er uns nicht gebrauchen würde, dann würde er nicht kommen.
00:18:38: Das heisst, er kam schon mit dem Anliegen für Lebensmittel.
00:18:42: Und auch ein bisschen finanzielle Unterstützung, weil er fast nichts mehr hat.
00:18:48: Und da merke ich schon, ich habe dann etwas gegeben.
00:18:53: Das machen wir.
00:18:55: Wenn ein Arbeitsvertrag herum ist, dann unterstützen wir.
00:18:59: Oder einfach ein Teil unterstützen, so wie es uns darin liegt.
00:19:03: Und gleich ... Er bewegt, weil er einen Arbeitsvertrag hat und kann arbeiten, aber er kann nur so ein Stückchen arbeiten und mit dem kann er nicht durch.
00:19:14: Er ist wie auf eine hohe Prozentgearbeitestelle angewiesen.
00:19:18: Aber dort hinein zu kommen, ist schwierig.
00:19:22: Er bewegt ihn schon, wenn die Leute wie sie weihocken.
00:19:27: Und dann siehst du ihre Not, sie würde so gerne und sie könnte arbeiten, aber es ist wie einfach nichts mehr.
00:19:32: Da kommt dann so die Verzweiflung fast über.
00:19:35: Und das tut man dann mega leid, dass diese Leute wie nicht, wie sie sich nicht nähern können.
00:19:41: Es
00:19:43: gibt eine Geschichte, wo du sagst, hey, hier ist es einfach gut gekommen.
00:19:46: Also irgendwie hast du erlebt, dass es vielleicht auch mehrfach bei euch war.
00:19:50: Und dann irgendwie hat die Person den Dritt geschafft und kann heute selber ... Sicher näher oder hat es die Heir.
00:19:59: Gibt es auch so eine Geschichte?
00:20:00: Ich bekomme das gar nicht so mit, weil die Leute weitergehen und dann hörst du nichts mehr von ihnen.
00:20:07: Oft hört man schon nicht mehr viel von ihnen.
00:20:10: Es gibt solche, die kommen zurück, die können zeigen, wenn wir Geld für einen Ausweis haben, zu holen oder einen neuen Bass zu machen, dann können sie voll freuen und zeigen den neuen Bass.
00:20:21: Das sind mega schöne Erlebnisse oder Begegnungen.
00:20:27: Vor zwei Jahren kam jemand.
00:20:31: Und sie sagte, dass sie eine Kündigungsadreue von der Wohnung hatte, weil sie im Verzug mit der Myrte war.
00:20:37: Weil sie die Myrte nicht bezahlen konnte, einfach vor einem Monat.
00:20:40: Das langte oft schon, dass eine Kündigung kommen könnte.
00:20:45: Sie hatte die Adreue.
00:20:47: In diesem speziellen Fall, weil es ein bisschen spezieller Fall ist, bezahlten wir die Myrte mit.
00:20:55: mit der Abmachung, dass sie die zurückzahlt in Raten.
00:21:00: Also verschiedene monatliche kleine Beträge.
00:21:04: Das hat geklappt und das ist ein schönes Erlebnis.
00:21:07: Wenn du merkst, dass du jemandem helfen kannst, dass die Wohnung nicht verliert, gerade in der Zeit der Wohnungsknappheit.
00:21:14: Wenn die noch bei den Treibungen herum sind, ist es sehr schwierig, nachher wieder eine Wohnung zu finden.
00:21:18: Jetzt ist Nachmittag um drei Uhr.
00:21:19: Die Passantenhilfe hat eine Stunde offen.
00:21:22: Du hast bis jetzt dabei eine Beratung gehabt.
00:21:24: Ist das so ein Erwinnung für einen Nachmittag?
00:21:28: Das ist sehr wenig.
00:21:29: Wir sind natürlich auch am Schweizer Nacht zwischendurch.
00:21:31: Jetzt sofort hat es geklappt, dass ich aufrufe.
00:21:33: Aber sonst haben wir zwischen ... also zwischen fünfzehn und fünfundrissig Leute pro Tag im Gesamt.
00:21:43: Das sind übers Jahr ... Über viertausend, sechshundert Klientenkontakte.
00:21:49: Oft ist es sehr volle.
00:21:52: Oft ist an der Unstieg noch mit Deck den Warteraum volle.
00:21:57: Manchmal von zwei bis vier in volle.
00:22:00: Dass es heute wenig läuft, das ist ...
00:22:03: Aber dann gibt es noch Arbeit für den Christoph.
00:22:05: Das ist ein Mann, der nur italienisch kann
00:22:08: und seine
00:22:09: Hilfe braucht.
00:22:10: Die Sprachbarriere ist eine grosse Herausforderung in diesem Fall.
00:22:13: Was machst
00:22:16: du in diesem Fall?
00:22:20: Du kannst nicht Italienisch?
00:22:21: Ich habe nicht Italienisch.
00:22:22: Italienisch gut?
00:22:22: Dann parlare ich Italienisch.
00:22:23: Ah!
00:22:23: Schau, du
00:22:24: könntest.
00:22:24: Also ich rede nicht Italienisch.
00:22:25: Er hat kein Deutsch und kein Englisch.
00:22:27: Auch nicht.
00:22:27: Er schüttelt den Kopf.
00:22:30: Und beim Versuchen mit dem Translator etwas zu machen, das geht damit.
00:22:35: Mit Hand und Füße geht es dann schon irgendwie.
00:22:42: Wir haben uns verstanden, er war letzte Woche hier.
00:22:46: Wir haben uns verstanden und er lächelt und jetzt gehen wir zur Lebensmittel hinterher.
00:22:51: Wir gehen in die Küche.
00:22:54: Aber es hat heute nicht mehr so viel Essen.
00:22:56: Oder nicht das, was Emma will.
00:22:57: Ein paar Sachen nimmt er dann doch mit und dann wird auch klar, was er sonst noch will.
00:23:03: Ein Migrogutschil.
00:23:06: Das war eine
00:23:14: Ausnahmeleitung.
00:23:16: Das
00:23:18: war eine Ausnahmeleitung.
00:23:21: Das
00:23:22: war
00:23:23: eine Ausnahmeleitung.
00:23:30: Der Christoph signalisiert im Klar, dass es das mal keine Migragutsche gibt.
00:23:34: Wir sind in einer Situation.
00:23:36: So können wir gerade jetzt helfen.
00:23:45: Wir können
00:24:01: es leider nicht machen.
00:24:05: Aber ich habe hier eine
00:24:13: Rolle.
00:24:20: Christoph, das war nicht so zufrieden mit dir, oder?
00:24:23: Nein, nein.
00:24:27: Er hat gerne einen Gutschein gehabt.
00:24:30: Aber das ist in seiner Situation ... Wir haben die Situation letztes Mal angeschaut, vor etwa zwei Wochen oder letztes Wochen.
00:24:41: Es ist einfach schwierig für ihn, das ist klar.
00:24:44: So ein Gutschi für die Migros, oder?
00:24:46: Genau, um Sachen zu kaufen.
00:24:48: Oder die Abacke.
00:24:50: Wir könnten notwendende Hilfe machen, also für heute etwas, das so etwas zu essen hat.
00:25:01: Aber er ist schon ein paar Mal gekommen.
00:25:04: Schon ein paar Monate hier und dann kommt wie nicht weiter.
00:25:08: Und dann können wir nicht einfach etwas weiter tragen.
00:25:13: Und es ist halt schon so, ich habe in etwa zwei Wochen etwas gegeben und jetzt hat er den Brot geschmeckt und wird jetzt halt wieder und wieder und wieder und wieder.
00:25:21: Also du hast ihm mehr gegeben als jetzt das Lebensmittel, sondern noch ein bisschen den Gutschi hier so?
00:25:24: Ich habe
00:25:24: ihm einen Gutschi gegeben, genau.
00:25:26: Und
00:25:27: jetzt wird er halt wieder.
00:25:28: Und weil er weiss, das kann er hier.
00:25:31: Das ist für dich noch eine blöde Situation.
00:25:33: Was denkst du jetzt auch, ich hätte im Gescheiter keinen Gutschein geben?
00:25:36: Oder wie geht es mit dem
00:25:37: um?
00:25:40: Ja, auf die einen Seite werde ich eine Schlussfolgerung, aber das ist das, was wir machen können.
00:25:47: Das ist völlig okay, ein Gutschein.
00:25:51: Es kann auch sein, dass er noch ein paar Monate wieder ein Gutschein bekommt.
00:25:56: Das ist nicht auszuschliessen.
00:25:57: Oder wenn er dann halt ... einen Arbeitsvertrag oder so zeigen kann.
00:26:03: Dann können wir schauen, was wir machen können.
00:26:06: Dann heisst es auch, dass wir eine Überbrückung machen können, je nach Situation halt auch.
00:26:14: Aber wenn die Chance um ist, wie etwas zu schaffen hat oder einen Arbeitsvertrag um ist, dann sieht es wieder anders aus und wir prüfen von Situation zu Situation.
00:26:27: Aber bei ihm habe ich das Gefühl, er kommt leider nicht vorwärts.
00:26:30: Und ich würde ihm gerne mehr geben, aber es ist wie ein Verpufft.
00:26:35: Natürlich auch sehr schnell wieder.
00:26:38: Und wenn man es machen könnte, aber Lebensmittel geben, damit er jetzt etwas zu essen hat.
00:26:42: Aber ich habe bei ihm nicht mehr die Dankfacke gespürt oder wie es dir ging.
00:26:47: Jetzt hast du ihm etwas gegeben, aber eigentlich will er mehr oder etwas anderes.
00:26:52: Guck dich das nicht ein wenig
00:26:55: an.
00:26:55: Es ist nicht einfach, aber er hatte ein Meilen drauf.
00:27:03: Er hat es vielleicht auch gehört.
00:27:08: Er hat natürlich etwas probiert.
00:27:12: Aber auch die Sprachbarriere war schon etwas schwierig.
00:27:16: Ich war nicht ganz sicher, ob er wirklich verstanden hat, was du ihm sagst.
00:27:19: Was meinst du?
00:27:20: Er
00:27:20: hat mich nicht verstanden.
00:27:24: Das ist schon so.
00:27:25: Manchmal ist es ein
00:27:25: bisschen
00:27:26: frustrierend.
00:27:27: Ja, ja.
00:27:28: Ich bin manchmal nicht ganz sicher, wer seine Hohlschuld ist oder eine Bringschuld, ob ich jetzt verantwortlich bin, um eine Übersetzung zu organisieren oder wenn die Sprache nicht ritscht und in einem Land bist, dann schaust du auch, wie du die Verständungen
00:27:48: kannst.
00:27:48: Zurück im Beratungszimmer spricht Christoph noch etwas an, das mich einen wichtigen Punkt unkt.
00:27:53: Im Vergleich zu vielen sozialen Organisationen und Ämtern, können Sie bei den kirchlichen passanten Hilfen ganz unbürokratisch helfen?
00:28:02: Wir haben die Möglichkeit, unbürokratisch, recht schnell, einfach zu entscheiden, wie viel man hilft.
00:28:10: Schon in einem gewissen, kleineren Betrag, aber das Bauchgefühl darf da ein entscheidiges Hilf sein.
00:28:17: Das Bauchgefühl ist ja oft allrichtig.
00:28:21: Genau, und so ist es unbürokratisch.
00:28:23: Das ist das, was uns auch unterscheidet zu anderen Stellen.
00:28:27: Wie zum Beispiel Sozialdienst.
00:28:29: Die haben eine gewisse Folge, die folgt und bei uns ist es unbürokratisch.
00:28:34: Und recht schnell möglich, was wir entscheiden können.
00:28:38: Und das schätze ich auch.
00:28:40: Sehr, ja.
00:28:41: Sehr, weil es viele sind.
00:28:42: Die Situation ist einfach wirklich doof.
00:28:46: Und dann ist es schön, einfach unbürokratisch helfen zu können.
00:28:50: Das macht einen wirklich Freude, wenn du die Wehmerkstum hast, nicht nur ein langes Gesuch zu schreiben, sondern du kannst schon in einem kleinen Rahmen helfen, aber das kannst du.
00:28:59: Und das ist schön, wenn du es einfach so entscheiden kannst.
00:29:01: Es ist schon halb vier Uhr an diesem Dunstignammittag.
00:29:05: Es ist ruhig geblieben an der passanten Hilfe.
00:29:07: Dann kommt eine Frau mit ihrem Sohn ins Beratungszimmer von Christoph.
00:29:11: Die Mutter kann gar kein Deutsch, der Sohn übersetzt.
00:29:15: Er ist die Rezene, sagt er mir später.
00:29:18: Sie kommen wegen Lebensmittel.
00:29:25: Wir gehen miteinander in die Küche, aber leider hat es fast nichts mehr Frisches, das der Christoph mitgeben kann.
00:29:32: Es gibt etwas, was aber schon noch.
00:29:35: Was bedeutet das für dich und deine Mutter, dass ihr hier Hilfe bekommt, Essen bekommt?
00:29:40: Bist du froh darüber?
00:29:42: Das ist sehr gut.
00:29:43: Und mit das ist es gut.
00:29:47: Seid ihr schon ein paar Mal hier gewesen?
00:29:50: Ja.
00:29:51: Und woher kommt ihr?
00:29:54: Wir kommen auch auf
00:29:54: Türkei.
00:29:56: Wie lange bist du jetzt schon hier?
00:29:57: Ein Jahr.
00:29:59: Und du bist schon gut hier in der Sprache?
00:30:07: Merci.
00:30:07: Ich merke, es geht mir schon gleich näher.
00:30:09: Wenn ein Mutter mit ihrem Sohn hier sitzt, ist es ein anderes Gefühl.
00:30:14: Wie ist das bei dir?
00:30:15: Das ist auch etwas herausforderndes, wenn Kinder involviert sind.
00:30:19: Sie haben wahrscheinlich einen N-Ausweis bekommen.
00:30:21: Sie sind gar in einer Privatwohnung.
00:30:23: Aber sie werden natürlich unterstützt von der Asylsozialhilfe.
00:30:29: Aber die Beträge sind einfach knapp bemessen.
00:30:33: Sie kommen durch, aber sie sind schon froh, wenn es ... wenn es gerade noch so Orte wie bei uns, Lebensmittel geholt werden könnte.
00:30:41: Ganz konkret.
00:30:42: Denn die Lebensmittel wurden einfach teuer.
00:30:46: Man sagt, die Dürre ist wieder zurückgegangen.
00:30:50: Aber die Grundnahrungsmittel sind halt einfach hochgeblieben.
00:30:54: Das merken sogar wir, oder?
00:30:56: Mit einem Einkommen, ganz normal, merkt ihr auch, dass das Leben teurer ist?
00:31:01: Dass es teuer geworden ist.
00:31:02: Und diese Leute auf dem ... Auf dieser Stufe sind sie überproportional betroffen, weil die Grundnahrungsmittel nicht sind.
00:31:13: Sie sind immer noch viel teurer wie vorhin.
00:31:17: Aber in Kindern, die wir sind, darfst du manchmal nicht zu gross studieren.
00:31:24: Sie versuchen manchmal auch den Kindern, ein normales Leben zu ermöglichen.
00:31:32: In dem Sinne, in den gleichen Sachen kaufen und so, die es eigentlich nicht vermögen würden.
00:31:39: Verständlich würde ich das wahrscheinlich gleich machen.
00:31:42: Und es langsamer oft nicht.
00:31:47: Oder nur knapp.
00:31:48: Ich habe mega schönes gesehen.
00:31:50: Sie haben doch etwas bekommen.
00:31:53: Ein Säckchen voller Essen.
00:31:55: Du hattest ihnen helfen können.
00:31:56: Für heute.
00:31:58: Für heute, ja.
00:31:58: Ich hätte ihnen gerne mehr Lebensmittel geben, aber es ist kurz vor der Führung.
00:32:02: Wir haben heute Morgen nicht so viele Lebensmittel bekommen.
00:32:06: Frische Sachen.
00:32:08: Jetzt habe ich noch etwas mit anderen Sachen aufgefüllt.
00:32:11: Mit haltbaren Sachen.
00:32:12: Aber ich hätte am liebsten ... Darum habe ich gefragt, ob sie morgen kommen können.
00:32:17: Weil morgen ist ein neuer Tag.
00:32:19: Neue Lebensmittel hätte ich mehr geben können.
00:32:24: Das ging nicht.
00:32:25: Darum habe ich gleich etwas zusammengesammelt, das sie jetzt mitnehmen können.
00:32:29: Mittlerweile ist es vier Reitpassante-Hilfe, macht die Türen für heute zu.
00:32:34: Bevor ich mich auf den Heimweg mache, schaue ich noch rasch beim Rhönesch-Aufelbergen vorbei.
00:32:39: Wie war dein Nachmittag?
00:32:40: Was hast du für die Begegnungen gehabt?
00:32:43: Heute war ein ruhiger Nachmittag.
00:32:45: Das gibt es manchmal.
00:32:46: Das kannst du vorher nicht aussuchen.
00:32:51: Ich habe mit verschiedenen Leuten plaudert.
00:32:55: Das heisst, ich habe zugelassen.
00:32:57: Und sonst ist es ... Heute war ich unspektakulär, ruhig.
00:33:04: Aber trotzdem sind ständig Leute gekommen, die ihre Anliegen haben.
00:33:09: Was für ein Gefühl gehst
00:33:12: du heim?
00:33:12: Ja, mit einem guten Gefühl.
00:33:13: Wobei, ich kann es am liebsten, wenn viel los ist, wenn viel läuft.
00:33:17: Wenn es ein bisschen ruhig ist, werde ich selbst auch etwas müde.
00:33:22: Mich macht das wach, wenn viel läuft und viel verlangt wird.
00:33:26: Du
00:33:27: musst ein bisschen präsenter sein.
00:33:28: Ja, das ist auch lässiger.
00:33:30: Danke
00:33:33: dir.
00:33:33: Ich verabschiede mich von Christoph Joller und von Rönne Schufelberger und mache mich auf den Heimweg.
00:33:38: Ich war ja nur etwas mehr als zwei Stunden hier in den kirchlichen Passantenhilfe Bern und habe nur drei Beratungen miterlebt.
00:33:55: Und doch hangt man diese drei Geschichten noch nah beim Zurücklauf an Bahnhof und auch nachher auf der Heifahrt im Zug, arbeiten sie noch in mir.
00:34:03: Ich bin dankbar für solche Organisationen wie die Kirchlich Passantenhilfe, die unbürokratisch den Not von ganz unterschiedlichen Menschen begegnen kann.
00:34:15: Das war es glaubwürdig aus der Kirchlichen Passantenhilfe Bern.
00:34:19: Der Podcast ist in Zusammenarbeit mit dem TDS Aarau entstanden, eine höhere Fachschule für Theologie, Diakonie und Soziales.
00:34:28: Der Link zu den Webseiten der HF TDS Aarau findest du in der Show Notes.
00:34:32: Und ebenfalls in den Show-Notes findest du auch einen Link zu unseren Spendenseiten.
00:34:36: Dieser Podcast wird nämlich von RF-Media produziert, ein Spender finanziertes Medienhaus.
00:34:42: Jeder Franken hilft uns, dass wir noch mehr solche Podcasts produzieren können.
00:34:47: Danke vielmals für deine Unterstützung.
00:34:49: Mein Name ist Evelyn Gwecknacht.
00:34:51: Bis zum nächsten
00:34:51: Mal.
00:34:53: Blaubirdig, kirchlich engagiert, gesellschaftlich, relevant.
00:34:57: Podcast
00:34:58: von RF-Media Schweiz in Zusammenarbeit mit HFT-DSR
00:35:03: auch.
00:35:03: Der Höcheren Fachschul für
00:35:04: Theologie,
00:35:05: Diakonie
00:35:06: und Soziales.
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