CAFÉ MITENAND – Treffpunkt der Kulturen
Shownotes
Das CAFÉ MITENAND in Dietikon ZH öffnet jeden Dienstagnachmittag seine Türen. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein ganz normales Café in den Räumlichkeiten des reformierten Kirchgemeindehauses.
Doch sehr schnell stellen Besucher fest: Es ist ein internationaler Treffpunkt. Ein Ort, wo sich Menschen aus dem Kosovo, aus der Ukraine, aus Afrika und vielen anderen Orten treffen. Auch Seniorinnen aus der Schweiz sind mit dabei. Sie gönnen sich dort einen Kaffee und ein Stück Kuchen, schauen sich den Büchertisch an. Oder holen sich Kleider, die sie brauchen bei der Kleiderbörse.
Das alles macht diesen Ort zu einem Treffpunkt der Kulturen. Ein Ort, wo Gräben zugeschüttet werden. Wo Schweizerinnen mit Frauen aus dem Kosovo austauschen. Ein interkultureller Treffpunkt der Kirche.
In diesem Podcast tauchen wir ein in diesen Ort und sprechen mit verschiedenen Menschen: mit der Visionärin, mit einer Mitarbeiterin und zwei Frauen, die profitieren von diesem Angebot.
Ein Ort, wo das sozialdiakonische Wirken der Kirche sichtbar wird.
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Im Podcast zu hören:
• Miriam Trachsel | Sozialdiakonin reformierte Kirche Dietikon
• Ina | Mitarbeiterin CAFÉ MITENAND
• Blerina | Angebotsnehmerin
• Shqipe | Angebotsnehmerin
• Margrith | Seniorin und Angebotsnehmerin
Autor: Karl Dittli
Links:
- Website «CAFÉ MITENAND» der reformierten Kirche Dietikon: https://www.ref-dietikon.ch/erleben/erwachsene/angebote-fuer-erwachsene#c861
- Website reformierte Kirche Dietikon: https://www.ref-dietikon.ch/
- Dieser Podcast ist in Zusammenarbeit mit der HF TDS Aarau entstanden, der Höheren Fachschule für Theologie, Diakonie, Soziales: https://tdsaarau.ch/
- Dieser Podcast wird von ERF Medien Schweiz produziert – einem spendenfinanzierten Medienhaus. Mit deiner Spende hilfst du, dass wir weiterhin solche und andere Podcasts produzieren können. Spenden geht ganz einfach über diesen Link. Danke von Herzen: https://erf-medien.ch/sinnvoll-spenden/spendeninfos/jetzt-spenden-podcast/
Transkript anzeigen
00:00:03: Blaubwürdig.
00:00:04: Kirchlich engagiert, gesellschaftlich,
00:00:07: relevant.
00:00:08: Podcast
00:00:09: von RF Medie Schweiz
00:00:10: in Zusammenarbeit
00:00:11: mit HFTDS ARAU.
00:00:13: Der Höcheren Fachschul für Theologie,
00:00:15: Diakonie
00:00:16: und Soziales.
00:00:20: Stell dir vor,
00:00:21: du musst
00:00:21: aus deiner Heimat flüchten und wirst aufgenommen in einem fremden Land.
00:00:26: Dort kannst du am Anfang niemanden und fühlst dich hilflos.
00:00:30: Das Schicksale erleben viele Menschen auf der Welt.
00:00:33: Eine von ihnen ist auch Dina aus der Ukraine.
00:00:36: Ich habe in Harkiv gewohnt und fast jeden Tag haben wir schreckliche Situationen in Harkiv.
00:00:44: Jetzt lebt sie in der Schweiz in Dieticke.
00:00:47: Für sie ist ein Kaffee von der reformierten Kille dort zum Schlüssel geworden.
00:00:51: Ein Kaffee miteinander.
00:00:52: Ein Treffpunkt für Menschen aus verschiedenen Nationen.
00:00:55: Wir können hier teilen unseren Gedenken.
00:00:59: und ein bisschen sprechen und etwas Gutes für andere Leute machen.
00:01:05: Sie hat im Kaffee miteinander Deutsch lernen können und hilft jetzt jede Zeitung mit.
00:01:10: Unter anderem auch bei den Kleiderbörsen.
00:01:12: Auch die Plerina aus dem Koso, der ist mit dabei.
00:01:15: Auch ihre bedeutet den Ort sehr viel.
00:01:17: Ein bisschen ... Wie heisst es Schmetterling?
00:01:23: Aber wirklich ... Ich gerne immer, immer ... Dienstag.
00:01:28: Immer, immer gerne.
00:01:29: Ich bin da.
00:01:30: Immer, immer.
00:01:31: Miriam Trachsel ist Sozialdiakonin in der reformierten Killegemeins-Dieticke und verantwortet das Kaffee mit.
00:01:37: Es ist begeistert von dem Ort und was er bewirkt in den Herzen der Menschen.
00:01:42: Das, was mich begeistert, sind Beziehungen, die entstehen, die den Rahmen sprengen, die nicht so natürlich entstehen würden.
00:01:48: Einfach so auf der Strasse.
00:01:50: Das begeistert mich.
00:01:51: Die Dieticke, also ein Ort in den Angeln von Zürich, der sowieso schon einen grossen Ausländeranteil hat.
00:01:58: für so ein Kaffee.
00:01:59: Ich bin neugierig geworden und habe gedacht, dass wäre sicher ein wunderbarer Ort, um das sozialdiakonische Wirken der Kille abzubilden.
00:02:06: Ein Projekt, das es so sonst nicht überall gibt.
00:02:09: Ich bin
00:02:09: Karl Ditli
00:02:10: und habe mich für das auf den Weg gemacht auf die Ithikken.
00:02:13: Es
00:02:20: ist ein wunderschöner Ziestigmorgen.
00:02:22: Man hört hier gerade den Lärm des Flugzeugs, der hier über die Dietiker fliegt.
00:02:27: Ich befinde mich hier genau zwischen der reformierten Kille-Dietiker und dem reformierten Kille-Gemeinshaus.
00:02:33: Da ist schon Regenbetrieb, weil in diesem Kille-Gemeinshaus Kaffee mitteinander läuft.
00:02:38: Das ist ein Treffpunkt.
00:02:40: für Menschen aus der Region, die v.a.
00:02:42: Flüchtlingselansprecher sind, aber auch Senioreinnen und Seniore aus der Schweiz dabei, also interkulturelles
00:02:49: Treffen.
00:02:50: Und ich würde sagen, wir gehen doch mal rein und schauen, was so läuft.
00:02:53: Jetzt sind wir hier im Mitz, im Geschehen, in einem grossen Saal,
00:03:13: im Killegemeinssaal,
00:03:14: von dem reformierten Killegemeinshaus, wo immer am Dienstag, Mittag, Nachmittag das Kaffee miteinander stattfindet.
00:03:21: Ich sehe hier wirklich die Tische.
00:03:24: Kleiderbörsen auf der Bühne, wo viele Kleider ausgelegt sind, mit Ständer, mit Tischen, wo man Sachen mit einem Bücher, CDs, DVDs, eine Kaffeestation und einfach ganz viele Menschen, die da miteinander austauschen.
00:03:45: Die Atmosphäre ist sehr herzlich und einladend.
00:03:48: Schnell komme ich mit Leuten ins Gespräch, auch gerade mit einer jungen Frau aus dem Kosovo.
00:03:52: Sie fühlt sich im Kaffee miteinander sehr daheim.
00:03:55: Also bin ich jetzt bei Berina, sie ist auch hier regelmäßig im Kaffee Mittenand.
00:03:59: Ich wechsle jetzt auf Hochdeutsch, weil es besser für dich nehme ich an.
00:04:03: Wie bist du hierhergekommen ins Kaffee Mittenand?
00:04:05: Was war deine erste Erfahrung?
00:04:07: Ich bin jetzt vier Jahre in den Kaffee Mittenand und ich bin da immer für Relax erst einmal und für Kinder zum Beispiel und dann Kirche helfen mir.
00:04:22: Nur nichts, aber für alles.
00:04:25: Und hat kommunikieren zum Beispiel, reden Deutsch, helfen zusammen und für alles.
00:04:34: Was macht dieser Ort dann so speziell für dich, dass du sagst, es ist schön hier?
00:04:38: Ich momentan ist nicht arbeiten, aber ich arbeite in Kirche.
00:04:43: sehen Kinder.
00:04:45: Aber jetzt momentan ist nicht arbeiten, aber vor, ich habe gearbeitet.
00:04:50: Aber
00:04:50: für alles ist es wirklich, ein bisschen für Kommunikieren, für Gratis zum Beispiel, etwas geben und für Kleiden und für alles.
00:05:05: Welches Angebot von dem haben Ihre Kleiderbörse und Deutschkurs und Kinderarbeit gefällt Dir am besten?
00:05:12: Mit Kindern.
00:05:13: Ich bin mit Kindern.
00:05:17: Was bedeutet dir dieser Ort hier heute im Herzen?
00:05:20: Ein bisschen Schmetterling.
00:05:26: Aber wirklich, ich gerne immer, immer, man Dienstag, immer, immer gerne, ich bin da, immer, immer.
00:05:34: Zum Beispiel keine Zeit, aber ich komme nur, dreizehn Minuten schnell und dann weg.
00:05:39: und trinken Kaffee zusammen und so.
00:05:43: Das muss immer sein.
00:05:44: Ja.
00:05:45: Für das lohnt es sich.
00:05:46: Ja, ja.
00:05:51: Am gleichen Tisch fällt mir eine andere junge Frau, die mich dann auch noch zu sich winkt.
00:05:55: Sie hat das Bedürfnis, auch noch etwas zu sagen, was das Kaffee ihren bedeutet und wie es es schätzt, um an dem Ziestigen am Mittag dort zu sein.
00:06:02: Du bist nicht so viel hier, aber doch auch schon nicht zum ersten Mal.
00:06:06: Wie bist du auf dieses Kaffee gekommen?
00:06:08: Wie hast du davon erfahren?
00:06:10: Ich bin Schiepe.
00:06:12: Ich komme hier zwischendurch, also einmal im Monat, mit meiner Schwäge hin.
00:06:18: Es ist hier, weil sie regelmäßig kommt.
00:06:20: Aber ich komme manchmal einfach zu schauen, einfach Leute kennenlernen und schauen, wie hier gibt es etwas Neues, z.B.
00:06:28: Deutschkuß, gibt es immer etwas Neues, Planprogrammen und die Familie, die sind mit einem Lohn.
00:06:37: Dann Unterstützung mit dem Kleid, mit dem Essen, mit Deutschkurskosten los.
00:06:42: Das gefällt mir sehr.
00:06:44: Ich habe auch gerne mit dieser Arbeit irgendwann anfangen.
00:06:49: Sehr schön.
00:06:50: Und was findest du speziell an diesem Motto?
00:06:52: Was macht es schön?
00:06:53: Du hast gesagt all die Angebote, aber was ist besonders schön hier?
00:06:57: Ja, eben, da gibt es viel.
00:07:00: Eigentlich ist es ein, aber es gibt viele Dinge, wo man kennenlernen kann, wo die Leute die Sprache verbessern können, was gut interagieren kann.
00:07:10: Man kann vielleicht auch später einen Job finden, wenn sie gut Deutsch lernen, dann später auch einen Job finden, weil das wie Vitamin B ist, und man kann einfach jede Möglichkeit haben.
00:07:21: Welches Angebot gefällt dir am besten?
00:07:23: Die Börse gibt es auch hier, Deutschkurs, Bücher, alles Mögliche.
00:07:27: Genau, Deutschkurs ist wichtig.
00:07:29: Also das ist zuerst primal.
00:07:32: Und dann, es kommt eben, gibt es Bücher, gibt es Kleid.
00:07:36: Aber wenn du Deutschkurs machst, dann kannst du auch selber gehen, einkaufen zum Beispiel, wie die Kleider fragen.
00:07:42: Alles, was für eine Möglichkeit, wenn du Deutsch kannst.
00:07:49: Neben den Leuten, die aus dem Kosovo kommen, sieht man aber auch viele Leute aus Afrika und aus der Ukraine im Kaffee.
00:07:56: Eine von ihnen ist Ina.
00:07:58: Sie ist wegen dem Ukranienkrieg in die Schweiz geflüchtet und hilft damals im Kaffee mit als freiwillige Mitarbeiterin.
00:08:03: Heute ist zusätzlich auch noch ein Kleiderbörser, der sie am arbeiten ist.
00:08:07: Ich kann schnell mal dafür Backstage zu Ihnen eingehen.
00:08:10: Dann bin ich hier im Kleidersortierraum, ist das auch der von dem Kaffee miteinander und bei mir steht Ina.
00:08:18: Ina, du bist von der Ukraine?
00:08:20: Ja,
00:08:20: ich komme aus der Ukraine.
00:08:22: Sagst du, wann bist du dabei hier beim Kaffee?
00:08:25: Ich bin schon acht Monate in Kaffee mittenan.
00:08:31: Mit Kleiderbösen.
00:08:32: Da bist du vor allem bei den Kleidern involviert.
00:08:34: oder machst du auch noch
00:08:35: andere Dinge?
00:08:36: Nein, zuerst habe ich ein Deutschkurs hier besucht und jetzt helfe ich ein bisschen nur am Dienstag.
00:08:46: Was begeistert dich hier an diesem Café, an diesem Treffpunkt?
00:08:49: Hier können wir ein bisschen helfen, Sachen sortieren und ein bisschen andere Leute helfen, etwas Neues für ihnen verbreiten.
00:09:01: etwas machen für die Leute.
00:09:02: Und ich kann auch ein bisschen übersetzen, wenn viele Leute nicht verstehen, fast nichts.
00:09:11: Und ein bisschen Kaffee trinken können wir auch.
00:09:14: Und dieses Kaffee für uns ist wie ein Treffpunkt für die Ukraine.
00:09:21: Und wir fühlen sich hier... als im Heimat und wir können mit anderen Leuten sprechen und ein bisschen fühlen uns hilfsbereit und vielleicht hilfshalt.
00:09:36: Da kommen ja sehr viele Menschen aus verschiedenen Ländern, ob jetzt Schweiz oder eben Ukraine, Albanien, überall.
00:09:44: Die bringen ja alle eine Lebensgeschichte mit, auch zum Teil schwierige Dinge.
00:09:48: Was sind da so Geschichten, die dich berühren auch?
00:09:51: Genau, Sie haben es richtig gesagt.
00:09:55: Wir konnten hier unsere Gedenke teilen und ein bisschen sprechen und etwas Gutes für andere Leute machen.
00:10:05: Aber gibt es spezielle Geschichten, die dich berührt haben, seit du hier bist?
00:10:10: Ja, fast alle Leute haben etwas Speziales in seinem Leben.
00:10:18: Zum Beispiel, ich habe in Kharkiv gewohnt und fast jeden Tag haben wir schreckliche Situationen in Kharkiv und wir können ein bisschen teilen diesen Nachrichten und andere Sachen.
00:10:34: Das ist nicht so einfach, aber hier kann ich etwas für mich finden.
00:10:40: diese Meinungen gedenken mit und erläutern Thailand.
00:10:43: Genau, das hilft sicher.
00:10:44: Und jetzt, wenn du hier mitarbeitest, speziell bei den Kleidern, was möchtest du mit dieser Arbeit bewirken, auslösen?
00:10:51: Was hast du das Gefühl, dass das bewirkt?
00:10:53: Ich suche immer, was ich für andere Leute machen kann.
00:10:56: Und dort waren diese Kleiderböse und dort waren schon ukrainische Leute.
00:11:03: Und sie haben mich an geladen, hier ein bisschen zu helfen.
00:11:07: Und ich komme hier sehr gerne und dann kann ich etwas Neues für mich machen und mit anderen Leuten etwas machen.
00:11:18: Wir fühlen uns hier als eine Familie.
00:11:22: Viele Leute hier arbeiten auch als Freiwillige.
00:11:27: Und wir fühlen sich wie eine Familie.
00:11:32: Viele Leute bekommen schon wie unsere Freunde und jetzt können wir zusammen treffen und Kaffee trinken und ein bisschen etwas machen.
00:11:42: Und das ist wie eine Integration, unsere Integration.
00:11:47: Wir fühlen sich wichtige und wichtige Leute und das ist eine Möglichkeit für uns, diese Gefühl zu haben.
00:12:01: Interessant an diesem Traffpunkt ist auch, es treffen sich nicht nur Leute aus anderen Ländern, sondern auch Seniorinnen aus der Schweiz sind mit dabei.
00:12:08: Das macht den Ort erst recht zu einem Traffpunkt, wo ich heimische auf Menschen mit Migrationshintergrund treffe.
00:12:15: Das hat mich persönlich auch sehr berührt, auch gerade, wo ich mit einer Seniorin darüber austauscht habe, warum sie dann regelmässig entteilt ist von der Gemeinschaft.
00:12:24: Da sitze ich jetzt hier im Café Miteinander mit Margrethe.
00:12:28: Margrethe, du bist ja eigentlich
00:12:30: aus der Schweiz,
00:12:31: oder?
00:12:31: Und du bist aber auch hier angebotzt, Nämmerin.
00:12:33: Du bist regelmässig hier.
00:12:36: Wie bist du hierher gekommen, in das Café Miteinander?
00:12:38: Wie ist das?
00:12:39: Auch
00:12:39: durch eine Frau, die immer hier geht und gegangen ist, hat sie gesagt, ich solle auch mitkommen.
00:12:45: Und jetzt bin ich halt hängen geblieben.
00:12:48: Was macht den Ort dann zu etwas Schönem und dass man eben hängen bleibt?
00:12:52: Es ist einfach, mich an guten Rädern miteinander.
00:12:55: Es gibt immer Abwechslungen.
00:12:59: Es ist immer etwas.
00:13:01: Und das ist das, was wir im Alter ein wenig brauchen.
00:13:05: Nicht stuhen, sondern immer ein wenig
00:13:07: abwechsligen.
00:13:08: Und damit die Kinder auch noch dort spielen, ist es auch noch
00:13:11: gut.
00:13:12: Genau, es sind alle Generationen hier.
00:13:14: Das ist wunderbar.
00:13:15: Auch Leute aus verschiedenen Kulturkreisen.
00:13:18: Ist es hier die Gemeinschaft, die auszutauscht?
00:13:20: Ich sehe, es gibt auch verschiedene Angebote.
00:13:22: Wie eine Kleiderbörse.
00:13:24: Welches Angebot gefällt dir am besten?
00:13:27: Musik.
00:13:30: Musik?
00:13:30: Gehör ich jetzt noch nicht, aber wie meinst du es?
00:13:32: Die Hintergrundgeräusche, alles.
00:13:35: Ja.
00:13:36: Das Leben?
00:13:37: Ja.
00:13:38: Eigentlich alles.
00:13:40: Ja.
00:13:42: wie es Kleider
00:13:44: macht,
00:13:45: wie es mit den Kindern umgeht.
00:13:47: Ich finde das einfach
00:13:49: schön.
00:13:52: Und das braucht
00:13:53: man.
00:13:54: In einem gewissen Alter braucht man das ein bisschen.
00:13:57: Was bedeutet der Ort Ihrer Heute, wenn es so zusammenfasst, mit all diesen Erfahrungen und der Gemeinschaft, die du schon erlebt hast?
00:14:04: Eigentlich sehr viel.
00:14:08: Weil man doch gute Gespräche hat.
00:14:11: Sie verstehen einem.
00:14:14: Wenn man etwas hat, kann man es sagen.
00:14:15: Sie helfen einem.
00:14:18: Ich finde einfach das ganze Programm schön, wie sie sich gestaltet und uns helfen.
00:14:26: Und was sie alles machen und arbeiten, ist eigentlich wirklich nicht mehr selbstverständlich, sondern sehr, sehr schön,
00:14:34: was sie machen.
00:14:35: Das muss man sagen.
00:14:39: Das Kaffee Miteinander
00:14:40: ist ein sozialdiakonisches Angebot der reformierten Kille von Dietiken.
00:14:44: Die Frau, die das Angebot ins Leben gerufen hat, ist deshalb auch die Sozialdiakonin der Kille.
00:14:49: Sie habe ich auch noch getroffen
00:14:50: und sie hat
00:14:51: mir von ihrem Herzensprojekt erzählt.
00:14:53: Ich bin jetzt hier bei Miriam Drachsel, Sozialdiakonin der reformierten Kille Dietiken und wir sind ja hier im reformierten Killegemeinshaus Dietiken.
00:15:02: Miriam, kannst du ein bisschen sagen, dass Kaffee Miteinander ... Flüchtlingskaffee ist auch mal gefallen.
00:15:10: Aus welcher Not ist das Kaffee hier entstanden?
00:15:15: Vor etwa zehn Jahren hat die Reformiert-Killen gemerkt, dass man im Bereich Soziales eigentlich nichts hat.
00:15:22: Es gibt ganz viel Angebote für Senioren, für Kinder, für Jugendliche, aber im Bereich Flüchtling und Migrantinnen und Migranten nichts.
00:15:32: Und
00:15:32: jetzt für eine Stadt wie Dieterke, die doch sehr einen hohen Ausländeranteil hat, die grosse Armut zum Teil hat, ist das weh.
00:15:39: Eigentlich auf der Hand gelegen.
00:15:43: Das braucht es, dass es irgendetwas braucht.
00:15:46: Also haben die Leute damit aufgefangen?
00:15:50: Ja, ein Stück weit ihnen helfen anzukommen in der Schweiz, Beziehungsnetze aufzubauen, auch hier zu erleben.
00:15:59: Anders als man sich das vielleicht klassischerweise mit einem Gottesdienst vorstellen würde.
00:16:04: Und natürlich auch das Thema Nächsteliebe war eine grosse Idee hier zumal.
00:16:09: Jetzt erzähl mal genau, was macht ihr hier alles genau?
00:16:11: Was macht das Kaffee miteinander aus?
00:16:14: Das Kaffee miteinander ist im Verlauf der Zeit sehr gewachsen.
00:16:18: Am Anfang war es wirklich ein Treffpunkt mit Döckchen, Kasten und Sofa.
00:16:23: Es gab die Freiwillige, die mit der Flüchtlinge im Sechzehn war.
00:16:28: Es war die Krise.
00:16:32: Pakistan, Syrien.
00:16:33: Wir mussten mit ihnen essen, spazieren, die Stadt erklärten.
00:16:40: Dann ist es immer mehr gewachsen.
00:16:42: Wir haben einen Kleiderbörsen.
00:16:44: wo wir die Leute unterstützen.
00:16:46: Wir haben Lebensmittel, die wir abgegeben haben.
00:16:49: Aber der Kern ist immer noch Gemeinschaft.
00:16:52: Also die Leute kommen dahin, weil sie uns kennen.
00:16:55: Wir haben wie einfach verschiedene Sachen, die sie anziehen, wie zum Beispiel die Deutschkursen.
00:17:00: Es hat viele, die zuerst wegen der Deutschkurs kommen, oder weil sie Lebensmittel möchten und dann bleiben zu hangen bei uns wegen der Gemeinschaft, weil sie uns kennenlernen, weil sie hier andere Leute kennenlernen.
00:17:11: Fest verändert hat sich das Kaffee miteinander, wo die Ukrainerinnen gekommen sind.
00:17:17: Das war eine grosse Wählung im Zweiundzwanzig.
00:17:20: Da haben wir sehr schnell, bevor sie eigentlich von der Stadt her Deutschkurs bekommen haben, einen neuen Deutschkurs gestartet.
00:17:28: Und da sind auch schnell viele Ukrainerinnen gekommen.
00:17:34: Man merkt, es ist ein Bedürfnis hier.
00:17:36: Es kommen verschiedene Kulturen, Nationen und Altersgruppen zusammen.
00:17:42: Es gibt Leute, die nicht aus der Schweiz sind, die aus der Schweiz sind.
00:17:46: Das kommt alles gut zusammen.
00:17:47: Das sind auch Menschen mit Geschichten dahinter.
00:17:50: Was begeistert dich heute am meisten?
00:17:52: Von allen Dingen, die hier aufgebaut wurden oder sind im Rahmen des Kaffee miteinander?
00:17:57: Du hast gerade erwähnt, dass ganz viele unterschiedliche Leute hier sind.
00:18:00: Und das kann man vielleicht noch einmal betonen.
00:18:02: Es ist nebenan ein Alterszentrum und wir haben eine treue Stammkundschaft von älteren Menschen, die hierher kommen.
00:18:09: Und dann kommt es immer wieder vor, dass irgendjemand einen jungen Herr aus Pakistan, der ohne Familie hier ist, zu den älteren Leute herrsitzt und mit ihnen anfängt Unonspielen, anfängt zu schwätzen.
00:18:21: Das, was mich begeistert sind Beziehungen, die entstanden sind, die der Rahmen sprengen, die nicht so natürlich entstehen würden, einfach so auf der Strasse.
00:18:29: Das begeistert mich.
00:18:30: Aus diesen Beziehungen gibt es wahrscheinlich auch Geschichten von einzelnen Menschen, die ermutigend sind.
00:18:36: Was kannst du also gerade erwähnen an ermutigenden Geschichten von Menschen, die da drin aufblühen
00:18:41: können?
00:18:41: Hey, halt, wenn wir Ihnen Ihren Weg beobachten dürfen.
00:18:44: Von Menschen, die völlig verloren wurden am Anfang, gerade die Ukrainerinnen, die so überrumpelt wurden von dem Krieg, und dann hierhin kommen und sich hineinknüllen, ins Deutsch lernen und dann anfangen Bewerbungen zu schreiben.
00:19:00: Und wenn ihr die Stelle überkommt, das zu beobachten, ist sehr schön.
00:19:04: Zum Teil sehr ernüchternd, weil gerade bei den Ukrainerinnen haben wir Leute, die hochqualifiziert sind und gleich noch keine Stelle haben.
00:19:12: Und das ist mit ihnen das Auszahlen und Mitsträgen ist schön, aber auch immer wieder berührend und schwierig.
00:19:20: Genau.
00:19:21: Wieso glaubst du, dass es diesen Platz da
00:19:23: braucht?
00:19:24: Also, zu mir kommen Leute, die sagen, zum Glück gibt es euch, wir hätten es sonst nie mehr.
00:19:29: Wir hatten früher werdende Schulferie an mich zu und dann sind gerade ältere Menschen zu uns gekommen und haben gesagt, endlich sind ihr wieder da.
00:19:37: Wir hatten jetzt fünf Wochen lang in meiner Wohnung und ich habe es sonst nie mehr gehabt.
00:19:42: Und dann haben wir angefangen aufzumachen während der Ferien, weil wir weit gemerkt haben, dass die Bedürfnisse stehen, die Leute, wenn sie sich treffen, sie wollen alles sehen, sie wollen ausduschen.
00:19:51: Wir kennen zum Teil sehr berührende Geschichten von Menschen, die krank werden, die Verwandte haben, die es nicht gut geht, die uns als Offenungs-, also es ist wie Seelsorg, by the way, genau.
00:20:09: Seelsorg by the way, das passt wie Pfust aufs Auge.
00:20:13: Nach der passenden Beschreibung habe ich mich dann verabschiedet.
00:20:16: Mein Fazit von Ort hat dann ein Sohtönt.
00:20:20: So, vieles gesehen, ganz viele Menschen hier aus verschiedenen Kulturkreisen, aus verschiedenen Altershindergründen, Kind, Erwachsene, Schweizerinnen, Schweizer, andere Nationen.
00:20:31: Sehr interessant war, da einen Einblick überzukommen, in das Kaffee miteinander.
00:20:35: Und jetzt gehen wir wieder zurück auf die Pfeffigen.
00:20:48: Ja, mittlerweile habe ich den Weg wieder zurückgefunden in der Redaktion und staune immer noch, wie es Miriam Trachsel mit ihrem Team geschafft hat, einen Ort der Begegnung zu schaffen.
00:20:57: Ein Ort, wo Sprachbarriere sprengt, ein Ort, wo Menschen wirklich Integration erleben und wo verschiedene Kulturen aufeinander zugehen.
00:21:05: Ein Ort, wo Menschen für ein Moment ihre schwierige Alltag vergessen und ein Slide, wo ihnen in ihrer Heimat begegnet ist.
00:21:13: Ein Ort, wo die Kille ein Stück Himmel auf Erdenschaft und den Menschen Sinnhaftigkeit und Freude ermitteln kann.
00:21:25: Wir von RF Media Schweiz produzieren ganz viele Inhalte zu den Themen Glauben, Kille und Gesellschaft.
00:21:31: Los doch mal rein!
00:21:32: Wenn du oder dein Umfeld, wo es in Arbeit interessant oder sogar hilfreich findest, dann kannst du es finanziell unterstützen.
00:21:39: Unsere Arbeit bei RF Mediaschweiz lebt von Spenden.
00:21:42: Jeder Franken hilft uns, dass wir die anderen Podcasts eine Zukunft produzieren können.
00:21:48: Spenden kann schon am besten über den Link in der Show nutzen.
00:21:50: Danke vielmals fürs
00:21:51: Zulassen
00:21:52: und bis zum nächsten
00:22:07: Mal.
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